Ex-Praktikant übergibt sich im Geisterhaus

So, da ist das Praktikantenleben erstmal wieder vorbei. Was ist passiert? Ich war bei einer Misswahl (für Kühe). Ich sah tote Menschen (bei einer Ausstellung). Ich führte so viele Interviews mit unserem Oberbürgermeister, dass er fast schon lachen musste, wenn ich wieder wo auftauchte. Ich lernte das 45 Sekunden eine dumme Länge für Radiobeiträge sind. Ich machte an meinem letzten Tag eine Umfrage, ob sich die Leute vor Clownangriffe fürchten und alle dachten, ich würde sie verkackeiern. Ich fragte eine Bäuerin, ob ihre Kühe töten. Ich interviewte einen DDR-Flüchtling, der vier Wochen nach der Flucht die Öffnung der Grenze miterlebte. Ich ließ mir von DSDS-Kandidaten etwas vorsingen. Ich hörte Katholiken zu, wie sie stolz prahlten die Existenz von Andersgläubigen und Vegetariern bemerkt zu haben. Ich war bei gefühlt drölfzig Pressekonferenzen zum Thema erneuerbare Energien. Ich lernte mal wieder, dass Konsequenz bedeutet auch Holzwege zuende zu gehen.

Es war eine gute Zeit.

Ebenfalls gut: Geisterhäuser zu Halloween. Man kann von dem Fest an sich halten, was man will, doch war ich gestern in einem privat gebauten Geisterhaus. Ein halbes Jahr wurde geplant, eine Woche mit 15 Leuten aufgebaut und einen Abend zünftig erschreckt. Es war erstaunlich aufwändig und durchdacht. Mehr Leute sollten sowas machen. Es ist allemal erfreulicher als unverkleidete Kinder, die mit Alditüten in der Hand durch die Straßen ziehen und um Süßigkeiten betteln. Also baut mehr Geisterhäuser!

Weniger erfreulich: zum Zeitpunkt des Geisterhausbesuchs war ich bereits ordentlich betrunken. Denn es war der letzte Tag meines Praktikums und das musste man ja ein weig feiern. Also wurde von vier bis 7 getrunken. Schnaps, Sekt, Schnaps mit Sekt und Wein. Wunderbar. Das Geisterhaus überlebte ich auch noch erfolgreich. Problematisch: wir gingen anschließend zu einem Volksfest und ich ließ mich überreden, eins der Fahrgeschäfte zu benutzen. Anschließend ging ich zur Bank. Dann in die Kneipe nebenan, direkt zur Toilette und raus mit allem, was so im Magen war. Ich glaube ich wirkte hinterher noch einigermaßen normal. Also zumindest nicht weniger normal, als vorher. Anschließend in ein Lokal, Essen und Trinken bestellt. Ich gehe die Treppe hinunter, zur Toilette. Erkenntnis: es mag ja eine normale Reaktion sein, die Hand vor den Mund zu halten, wenn etwas raus will, das nicht raus soll, doch findet es seinen Weg und die Hand ist dann auch noch eingesaut. Wenigstens ging es mir dann besser und wir hatten noch einen lustigen Abend.

Und abschließend die aktuellen Podcastnachrichten:
Mit allem, was die letzten Wochen zu tun war, lahmten wir ein wenig. Wir machen schon vor bestimmt zwei Wochen ein wunderbares Interview mit dem großartigen Günther Shadow, doch lief dies technisch so schlimm, das ich hinterher erstmal ein recht spektakuläres Audiopuzzle zusammenbauen durfte. So zog und zog es sich, doch vorhin ging es endlich online. Wer also ein wenig Interesse für Computerspiele und Let’s plays aufbringen kann, darf sich das gerne anhören.

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