Zum Wohle der Menschheit und der Welt

Ich kenne einige tolle Menschen, die sich bemühen die Bevölkerung über all die Dinge, die in der Welt schief laufen, zu informieren und versuchen alle dazu zu bewegen, wenigstens ein wenig was zu ändern. Sei es z.B. eine Petition gegen Fracking, die Reinigung der Meere, Nachrichten über gestoppte AKW-Neustarts in Japan oder auch etwas kuriosere Geschichten wie die, mitlerweile recht bekannten „Solar FREAKIN‘ Roadways“. Und ich meine gerade bei Sachen wie Petitionen kann man durchaus ohne Mühe mitmachen. Da frage ich mich dann auch gar nicht groß, ob sich das denn lohnt bzw. ob man da wirklich was bewirkt. Wenn ich halbwegs über die Sache informiert bin, kostet es mich drei Sekunden Lebenszeit. Die vertrödel ich sonst damit, mir den Kopf zu kratzen, oder so.
Natürlich kann ich mir nicht immer ein „Na, rettest du wieder die Welt?“ verkneifen, was dann aber nur oberflächlich spöttisch wirkt und tatsächlich mehr Bewunderung, für die ewige Mühe, beinhaltet. Selbst wenn ich an einer Sache zweifele, kann man ja mal darüber diskutieren und es ist ja nie falsch, Leute zum nachdenken anzuregen.
Was mich dann aber schon ein wenig aufregt, sind Leute die es gut meinen, mit dem Informieren ihrer Mitmenschen. So z.B. dieser Junge Herr, der die Medien anprangert und ihnen vorwirft, Propaganda zu betreiben. Dies wohlgemerkt mit den selben Mitteln der Propaganda. Er meckert über Russland als Feindbild, nimmt aber gleichermaßen stumpf die USA als eben solches her. Ja, der Aufruf zu mehr Medienkompetenz ist gut und wichtig, aber dann sollte man vielleicht selber das leisten, was man fordert, anstatt selbst nur den Parolen spuckenden Proll zu geben.
Auch schön, dieser Artikel über das Fracking-Gesetz. Da drin kann noch so viel Wahrheit stecken, ich konnte ihn nicht bis zum Ende lesen, einzig und allein aufgrund der Wortwahl. Ich rede selbst gerne sehr derbe daher, Fäkalausdrücke überall, kein Witz zu niveaulos, geradeaus, Hauptsache die Botschaft kommt an. Das kann ich privat machen, das mache ich ein Stück weit in meinem Podcast (In dem ich offensichtlich schon so viel anders spreche, als ich schreibe, dass man mich nicht mehr erkennt… ich gelobe Besserung!) oder in sonst einem Rahmen, der dies gestattet. Wenn ich jetzt hier mal zünftig auf die Kacke hauen wollte und alles und jeden vollpöbeln wollte, wäre das kein Problem. Aber wenn ich mich als seriösen Journalisten ausgeben wollte und das, was ich schreibe, ernst meine, dann geht sowas nicht.
Da ist schon ein kleines Problem, wenn nur das Ziel zählt. Wenn ich aufklären will, dann richtig. Aber wer garantiert mir, dass auf Seiten derer, die nur Gutes im Sinn haben, auch wirklich nur die Wahrheit verkündet wird? Leider niemand. Ich bin mir sicher, viele sind da völlig seriös, aber einige (und seien es nur sehr, sehr wenige) drehen sich die Sachen ebenso zurecht, wie sie es brauchen, um ihre Ziele zu erreichen.
Es ist toll, wenn sich Leute einsetzen und aufopfern oder sich wenigstens für Probleme interessieren, aber dann muss man auch sauber (haha) kämpfen. Also alle bitte einmal Interesse zeigen, für das, was so passiert. Und zur Unterhaltung noch ein wenig Hagen Rether.

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