Harmful

So! Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich mich mal wieder auf ein Konzert gewagt.
Diesmal ging es in den Braunschweiger Hansa Club. Ich kenne den Laden noch von damals, als Kino. Also zu Zeiten, wo es noch kleine Kinos gab.
Zu sehen gab es dort am letzten Samstag die Frankfurter Band Harmful. Die kennt wahrscheinlich wieder keiner, sie sind aber auch erst gute 20 Jahre und 9 Alben lang unterwegs. Muss man ja nicht mitkriegen.
Angefangen haben sie damals bei einem kleinen Label namens BluNoise und so klingt das dann auch. Ordentlich Krach und Druck aber auch mit Melodie und Emotion. Bei BluNoise waren damals auch Bands wie Blackmail, Scumbucket, Ulme oder Pendikel, um mal die bekannteren zu nennen. Da wurde dann noch vom famosen Guido Lucas produziert. Später übernahm den Job Dave Sardy, der sonst eher  für Bands wie Slayer, die Red Hot Chili Peppers oder Nine Inch Nails arbeitet. Zwischenzeitlich spielte ein gewisser Billy Gould (Bassist bei Faith No More) die zweite Gitarre und kurz vor dem 20. Geburtstag der Band kam der erste echte Besetzungswechsel, der dazu führte das nun der kleine Flo, von den Sportfreunden Stiller, Schlagzeug spielt. Da waren/sind also durchaus einige mehr oder weniger große Namen im Spiel, großen Erfolg hatte man bisher aber nicht.
Nun also ein neues Album, produziert von Moses Schneider, ab auf Tour und direkt als eine der wenigen spannenden Bands nach Braunschweig. Schön, das ich auch gerade zu besuch bin. Mitgebracht haben sie die Band Zen Zebra aus Leipzig. Die kannte ich vorher nur dem Namen nach, haben ihre Sache aber ganz hübsch gemacht und sind musikalisch irgendwo im Alternative Rock unterwegs. Da kann man bestimmt auch noch irgendwo ein „Post-irgendwas“ oder einen Hang zum Emo/Screamo einbauen aber egal. Die Jungs haben sich ordentlich ins Zeug gelegt, technisch gut, Sound war auch fein und der Herr Sänger pendelte irgendwo zwischen dezent irre und leident hin und her und machte besonders in den ruhigeren Passagen einen guten Job.
Anschließend waren Harmful dran, die Stimmung wurde im… sagen wir mal „solide gefüllten“… Club besser und es wurde etwa 1 1/2 Stunden erstmal zünftig drauf los gedonnert. Gespiet wurde ca. das gesamte aktuelle Album „sick and tired of being sick and tired“ und einige ältere Sachen. Also insgesamt ein hübsches, rundes Programm. Die Band selber schien recht gut drauf, Flo hat viel, viel besser gespielt, als man ihm das (nach Genuss einiger Sportfreunde Stiller Sachen) zutrauen würde, der Bass knarzte herrlich vor sich hin und es machte einfach Spaß. Da braucht man gar nicht so viele Worte zu verlieren, wer was mit härterer Rockmusik anfangen kann, möge sich die Herren anhören (oder direkt zum Konzert gehen, die tour geht gerade erst los) und sich am wohlklingenden getöse ergötzen.

Hier noch ein aktuelles Interview und ein paar Videos. Viel Spaß.



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