Konzertsaal im 8. Stock

ARGH! Ich war die letzten Tage leider etwas träge, was das Blogschreiben angeht. Da hat sich einiges angesammelt, was das Leben hier angeht und das spannend und erzählenswert ist (ich sag mal Omis die Hawaiianische Tänze aufführen, junge Frauen, die sich den geifernden Männern anbieten, Schildkröten, Küken und natürlich lecker Essen) aber das verschieb ich nochmal ein oder zwei Tage aber dann gibt es auch reichlich Bilder und Videos.

Heute gehts nochmal in Richtung Musik. Manch einer hat ja schon davon gehört das die coolen Clubs, in denen die coolen Konzerte stattfinden, gern mal in irgendwelchen Hochhäusern versteckt sind und da ich heute abend zu eben solch einem Konzert gehen möchte haben wir uns schonmal angesehen, wo das ist und dort die entsprechende Karte gekauft. Und das Ding ist tatsächlich im achten Stock eines Kaufhauses. Im Kaufhaus selber sah auch alles hübsch aus und wir fuhren gemütlich mit der Rolltreppe hinaus, um uns schonmal umzusehen und zu überlegen wo wir uns noch genauer umschauen müssen, und im 7. Stock endete plötzlich die Rolltreppe. Also flugs den Fahrstuhl gesucht, weiter hoch gefahren und plötzlich standen wir vor dem Eingang des dezent gammlig (also im Prinzip genau so, wie so ein laden auszusehen hat) aussehenden Club Quattro. Es sah tatsächlich aus wie ein Haus im Haus und vor allem wie (im Vergleich zu den unteren Etagen) eine ganz andere Welt. Direkt neben dem Eingang gab es noch einen Tresen, wo aber niemand zu arbeiten schien. Wir also erstmal etwas planlos umhergeeiert, bis das Fräulein schließlich mal grob rumgeschrien hat. Und tatsächlich! Ein heiterer Bursche im hübschen Black Flag T-Shirt kam hervor und erfreulicherweise funktionierte die Kommunikation schonmal so gut, das ich problemlos meine Karte kaufen konnte und somit den Rest des Tages heiter durch die Gegend hüpfte.

Und nun für die, die es interessiert, was ich mir da ansehen werde:

Ich saß hier so nichts ahnend an meinem Computer und sah mir einige Tourdaten usw. an. Man möchte ja doch ein wenig informiert sein und da ich auch schon Kuroyume (黒夢)verpasst habe erst recht. Und so kam ich auf die Seite von besagtem Club und da stand es: Tokusatsu (特撮) auf Tour! Mit neuem Album! Die haben jetzt seit 2006 kam da wohl zum letzten Mal was, das war auch „nur“ ein Best of und seit dem hat man aus der Ecke nichts mehr gehört. Also anders gesagt ging ich fast schon davon aus, die hätten sich vielleicht aufgelöst und dann sowas.

So spannend ist die Truppe vor allem mal wegen ihrer Besetzung, da da unter anderem zwei meiner persönlichen Lieblingsmusiker überhaupt dabei sind. Zu erst mal wäre da Kenji Ootsuki (大槻ケンヂ). Fabulöser Sänger der grandiosen Metal Band Kinniku Shōjo Tai (筋肉少女帯 (etwa: Muskelmädchenband) oder auch gern mal King Show genannt), Romanautor (u. A. hat er die Vorlage für den schäbigen Zombiefilm Stacy geschrieben, den man auch auf Deutsch bekommt, dies aber eher vermeiden sollte) und allgemein Wahnsinniger. Vermutlich nicht gerade der technisch beste Sänger der Welt aber vor allem mal eigenwillig und unverkennbar. Eine dieser Stimmen, die man aus tausenden raushört. Dazu kommt dann noch Narasaki. Gitarrist und Sänger einer der wohl großartigsten Bands überhaupt: Coaltar of the Deepers. Aber über die müsste man am besten nochmal gesondert was schreiben.

Die beiden dann noch mit einem mindestens genauso irren Pianisten (der ebenfalls bei besagten Kinniku Shōjo Tai spielt) und einem famosen Drummer (den ich sonst nur von einer eher lahmen Ska-Band kenne) und das Teufelsgebräu ist fertig, bei dem auf alle Stilbeschränkungen gepfiffen wird. Klar gibt es eine grobe Richtung, in die es Soundtechnisch geht, aber drum rum ist eben alles möglich und so sollte es ja eigentlich auch sein. Gibt ja genug Bands bei denen jedes Album gleich klingt.

Und falls sich das noch jemand anhören mag:

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter alltäglicher Blödsinn, gehört veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Konzertsaal im 8. Stock

  1. Henry schreibt:

    Sowas mit nem Konzertsaal irgendwo in einem Stockwerk hatte ich bisher nur in Hamburg erlebt. Im Übel und Gefährlich http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/fo/fo_thomas/text/regular/649043.jpg der Konzertsaal war da auch ungefähr im 4ten Stock oder so.
    Ich hoffe Ihr habt ein cooles Konzert. Und warscheinlich könnt Ihr dann auch super über die ganzen Japaner hinwegsehen. 😉

    • Das ist hier aber wohl normal, das so Clubs und Bars gern mal in Hochhäusern versteckt sind. Da liest man öfter mal in Konzertberichten, wie planlos die Leute da stundenlang gesucht haben.
      Und wie ich über die Japaner hinwegsehen konnte… es war herrlich! Aber ich schreib da jetzt sowieso gerade noch einen richtigen Eintrag zu. Also dann bitte dort weiter lesen. Das holde Weibe blieb übrigens zuhaus. Sie wär wohl ganz gern mitgekommen, das fiel dann aber letztendlich dem Preis/Leistungsverhältnis zum Opfer.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s