Nächtliches Fressgelage

Wir sind ja durchaus gern am Essen, das ist wohl allen bekannt. So ergab es sich das wir gestern Abend erst Lasagne aßen (Die Tiefkühlmicrowellenvariante für wenig Geld aus dem Supermarkt. Man muss ja auch mal was anderes probieren…). Diese bestand aus drei winzigen Portionen (zusammen ergaben sie ungefähr eine) und selbstverständlich war der Fleisch- und Käsegehalt gefühlt <1%. Also nochmal losgelaufen um mehr Nahrung zu finden. Es gab gerade billig Baguette und hier ist man ja, zumindest als Brotfan, immer auf der Suche nach essbarem Brot. Dazu dann noch bezahlbaren Butterersatzstoff genommen. Könnte ja schmecken. Das sah dann etwa so aus:

Der Butterersatzstoff besteht zumindest zum Teil aus richtiger Butter (Ich wollte lieber nicht wiessen, wie gering dieser Teil ist. Wahrscheinlich ähnlich wie Käse und Fleisch bei der Lasagne) und der Rest war Margarine aus Mais. Ja, ich hasse Mais aber zumindest einige Maisprodukte sind durchaus deliziös und daher war ich gewillt dem eine Chance zu geben. War auch alles in allem durchaus essbar. Das Baguette lag halt schon den ganzen Tag und war etwas weich geworden und der Butterersatzstoff schmeckte wie er roch und klang, war aber eigentlich nicht so schlecht (so lange man eben keine Butter erwartet).

Spät des nachts führten weitere Gelüste zum Verzehr von Instantnudeln. Jedoch saßen wir (so etwa gegen halb 3 Uhr morgens) in der Küche, wo gerade der große, rundliche Herr von schräg gegenüber (der normalerweise nie ein Wort mit uns redet) fabulös riechendes Curry mit Hühnerbeinen kochte. Dazu machte er noch Tortillas zum dippen. Während wir also schlürften baute er sein reichhaltiges Mal neben uns auf und begann zu futtern. Auf halben Wege (man weiss nicht ob er Mitleid hatte, zu viel kochte oder einfach nur gern sein Essen teilte) schob er uns einen Teller voll Beine und einige Tortillas rüber. Da kann man natürlich nicht nein sagen. Das wäre ja unhöflich. Also wurde das alles auch noch gegessen. Er bot uns noch Nachschlag an, doch da konnten wir dann doch nicht mehr. Kurz vorm Platzen und vom scharfen Essen schwitzend kullerten wir, Worte des Dankes und des Lobes rauspressend zurück in unser Zimmer.

Gequält von Bauchschmerzen bin ich dann noch raus und durfte der nächtlichen Katzenfütterung beiwohnen. Ein Stück die Straße runter lungern nämlich abends unmengen Katzen rum und diesmal saßen etwa 10 vor dem Eingang eines Gebäudes (wir spekulieren noch was es ist, vermutlich eine art Heim oder eine ähnliche Einrichtung) und ich hockte mich daneben um zu sehen was passiert. Und nach einigen Minuten kam auch ein kleiner Opi mit seinem Rollstuhl herausgerollt und stand mitten in der geifernden Masse. Die Katzen liefen scheu umher doch da haben sie die Rechnung ohne den Opi gemacht! Wer fressen will muss sich auch streicheln lassen. So wurden dann letztendlich auch die Katzen mit einer Ladung Futter belohnt, die reichen sollte um auch ihnen allen Bauchschmerzen zu machen und alle konnten glücklich und zufrieden schlafen gehen.

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Eine Antwort zu Nächtliches Fressgelage

  1. Henry schreibt:

    Eine schöne Geschichte mit Happy End! Mehr davon 😉

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