Jedis und Schweißerinnen

Guten Tag verehrte Damen, Herren, Kinderinnen und Kinder, Wasserschweine und Schnabeltiere,

eine Woche ist es nun her und mein Hintern fühlt sich wieder normal an. Doch rekapitulieren wir kurz was in dieser Woche eigentlich geschah:

20.05.2011: im Halbschlaf ins Auto gefallen und in Richtung Frankfurt transportiert worden. Irgendwann im Flugzeug aufgewacht. Versucht das Entertainmentsystem zu benutzen. Ergebnis: Kopfhörer kaputt. Umgetauscht. Geht immer noch nicht. Weiter geschlafen. Mittelmäßiges Essen gegessen und dank elegantem Platzwechsel doch noch dazu gekommen einen Film zu schauen. True Grit. Tolle Wurst, bin aber trotzdem immer nochmal wieder bei eingeschlafen. Muss ich mir wohl nochmal anschauen. Irgendwann gelandet. Draußen war es stockfinster und trotzdem wohl 38° heiß. Man munkelt wir wären wohl in Abu Dhabi gewesen. Gate 36 ging es rein, bei Gate 37 sollte es weiter gehen (oder war es umgekehrt?). Klingt erstmal nicht so schwierig, jedoch war der Architekt wohl ein lustiger Geselle und man rennt erstmal ewig im Kreis. Was aber nach gefühlten 20 Stunden Flug erstmal nicht wirklich schlimm ist. Zwei Stunden später in den nächsten Flieger gekullert und der Start vom nächtlichen Abu Dhabi war schon sehr interessant. Sieht alles sehr eigenwillig aus, wie das so in den Sand geklatscht wurde. Jedenfalls das Entertainment System angeschmissen, Kopfhörer kaputt. Wackelkontakt. Kann man mit arbeiten. Also noch The Green Hornet gesehen, der viel besser war als alle sagen und anschließend gabs noch Little Fockers, den eigentlich niemand braucht (aber das war ja klar). Zwischendurch lecker japanisches Essen. Bisserl Soba, Inari Sushi und anderes Zeug, das ich offensichtlich vergessen habe.

21.05.2011: Und dann irgendwann hats laut PONK!!! gemacht und wir waren in Tokyo! Einige, denen die Planung dieser Reise nur teilweise bekannt ist, mögen sich jetzt fragen „Warum zur Hölle fliegt der Depp nach Tokyo? Der wollte doch ganz woanders hin!“ und andere, die gar nichts über die Planung wissen, werden später im Text ebenfalls nach dem Warum fragen aber eigentlich ist das völlig egal. Es ist alles so gekommen und war an sich gar nicht mal übel. Also weiter im Text: Landung in Narita. Der übliche Papierkram war schnell erledigt, die Koffer eingesammelt und Geld gewechselt. Anschließend wurd ich gleich von einem komischen Menschen in Uniform zur zufälligen Passkontrolle abgefangen. Sehr merkwürdig. Ich muss wohl nach Terrorist aussehen, wo doch in Frankfurt extra schon mein Laptop fein geputzt wurde, weil da ja Sprengstoff oder sowas drin sein könnte. Aber alles egal, vorerst angekommen.

Und weil Reisen solch ein riesiger Spaß ist gings gleich weiter. Diesmal mit dem Zug nach Chiba und dort mit dem kleinen Christian getroffen. Dieser kennt dort ein gar famoses Restaurant, welches noch famoseres Yakiniku serviert, welches wir wie die Geier herunterschlangen. Und ab in den nächsten Zug! Diesmal gings direkt nach Tokyo und dort weiter in einen Bus nach Osaka.

22.05.2011: So gegen 7 Uhr morgens in Osaka angekommen, weiter in die U-Bahn und ab nach Kire-Uriwari (喜連瓜破) und dort in unser Gästehaus eingecheckt.

Und ab hier kann man die Aufteilerei der einzelnen Tage auch schon wieder lassen. Insgesamt lief alles aufs gewöhnliche einleben hinaus. Erstmal die Umgebung ein wenig auskundschaften, sporadisch in die Stadt rein fahren, schonmal dezent auf Jobsuche gehen usw. Also hier erstmal nur einige Highlights und anderer Blödsinn, der einem hier auffällt oder der einem passiert:

– Die Türen sind tatsächlich alle groß genug, damit ich mir nicht den Kopf stoße. Bis auf eine, die mich hinterrücks K.O. schlug.

– Die Toilettenkabinen sind teilweise so winzig, das ich breitbeinig sitzen muss und trotzdem  noch mit den Knien an die Wand stoße. Die Toiletten selbst sind dann irgendwo unter Kniehöhe, so dass der Gang zum Klo mitunter recht abenteuerlich werden kann, wenn nicht zufällig die richtige Kabine frei ist.

– Die Waschbecken hängen kaum höher als die Klos hoch sind.

– Hier wohnen hauptsächlich recht freundliche Menschen. Inkl. einem lustigen Burschen aus Kobe, der nie Koberind aß.

– Angeblich gibt es hier durchaus Kakerlaken. Ich habe noch keine gesehen aber angeblich soll man für 10 Sekunden die Augen schließen und sie sind wieder verschwunden. Ich warte ja noch drauf, das es eines morgens im Bad zugeht wie bei Joe.

– Entweder regnet es wie aus Eimern oder die Sonne versucht mich zu schmelzen.

– Fahrräder in Japan sind böse! Sie sind nicht nur überall und schwirren durch die Gegend wie Kamikazeflieger sondern verfügen über eine gar grausame Waffe: die nicht geölten Bremsen! Das wusste ich bereits, doch ist das Ausmaß des ganzen hier in Osaka geradezu unermesslich. Bei dem ewigen gequietsche fühle ich mich täglich dem Tinnitus näher.

– Omas tragen Schweißermasken! Ich werde versuchen ein Foto zu machen. Versprochen.

Jedis gibt es natürlich immernoch an jeder Straßenecke.

– Formulare in Ämtern auszufüllen, wenn man sich nicht gescheit mit den Angestellten unterhalten kann, ist mitunter ein recht abenteuerliches Unterfangen. Auch wenn einem ein lustiger Emo den Weg weist und man nicht umher irrt wie damals Asterix.

– Im book-off um die Ecke gibts famose CDs. Ein prima Supercar-Album konnte ich einfach nicht stehen lassen.

So. Das sollte erstmal reichen. Bilder um Zeugs kommen später noch. Ich versuch mal hier halbwegs regelmäßig Updates über den täglichen Unsinn zu schreiben.

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4 Antworten zu Jedis und Schweißerinnen

  1. Henry schreibt:

    Fotos Fotos Fotos!!!

    Vielen Dank für den witzigen Blog. Wie hab ich das mit den Jedis zu verstehen. Stehen da welche mit Kutte und Laserschwert am Straßenrand? Hoffe eure Körper regulieren bald anständig die Temperatur damit ihr da nicht wegschmelzt und so. Wie klappt denn die Kommunikation mit den Japanischenmenschen? Müsst Ihr häufig auf englisch ausweichen? Und wie kommt das Pow!! T-shirt bei den Japanern an?

    Schreib fleissig weiter hab die Seite gebookmarkt und werde häufig hier reinschaun und hoffen, dass ich viel zu lesen bekommen.

    Liebe Grüße

    henry

    • Ja, die guten Jedis stehen in Uniform mit kleinem Laserschwert an jeder Baustelle und jedem anderen Ort wo Dinge geregelt werden müssen. Sie kümmern sich auch gern um den Straßenverkehr und ähnliche Dinge. Sie sind quasi die regulierende Kraft im Lande. Hier ein älteres Bild zweier Jedis in Kyoto. Diese haben allerdings besonders lange Schwerte, wodurch sie besonders imposant wirken:
      Jedis
      Kommunikation ist so eine Sache. Wir trauen uns noch nicht so recht tatsächlich japanisch zu sprechen aber wir mussten neulich auf ein Amt und Formulare ausfüllen und die konnten mal so gar kein Englisch und wir haben es auch irgendwie geschafft. Das POW!-Shirt habe ich noch gar nicht so recht ausprobiert. Wenn wir mal wieder in die Stadt fahren werde ich es aber testen.
      Weitere Fotos werden dann ebenfalls folgen, nur bei dem schlechten Wetter waren wir dann nicht so sehr motiviert hinaus in die Welt zu ziehen. Aber wir haben schon den Zoo gefunden. Ein Aquarium und einen Park der Universalstudios gibt es ebenfalls. Da kommst sicherlich noch einiges zusammen.
      Bis dahin hier ein Bild der Speisekarte eine Restaurants:
      Speisekarte

  2. Henry schreibt:

    Hey hey,

    ja die längeren Laserschwerter sind schon viel Eindrucksvoller. Und wenn Du Dir selbst so eines besorgst hast Du auch Weisungsbefugnis?! Solltest dann aber Deine Augen zu dünnen Schlitzen formen eventuell werdet Ihr sonst noch euren Dienstmarken gefragt.

    Ich hoffe das Wetter wird wieder etwas „strahlender“ für euch.

    Hmm lecker Fisch giebts also bei euch. Dann könnt Ihr euch immer mit Fingerzeig für ein Tierchen entscheiden. Lecker. Habt Ihr schon ein Restaurant mit „Spezialitäten“ entdeckt? Obwohl das wäre eher China oder? Wo es nicht Tierschutzorganisationen giebt und so.

    • Ja, eine kleine Operation, Laserschwert und Uniform und schon bin ich eine Autoritätsperson, die Menschen über die Straße winken darf. Ein riesen Spaß für den sich der Aufwand sicherlich lohnt.
      Das Wetter hat mich heut auf jeden Fall schon wieder verarscht. Aufgewacht und noch ein Tropfen gehört und dachte „Immernoch Regen? Das ist bestimmt noch ein wenig kühl!“ und hab mich entsprechend angezogen. Draußen bin ich dann direkt vor Hitze geschmolzen…
      Was die Spezialitäten angeht haben wir zumindest schon Restaurants gefunden, die den berühmten Fugu anbieten aber so richtig ekelige Sachen haben wir noch nicht gefundne. Jedoch hat uns ein lustiger Japaner davon erzählt das man in einigen Regionen so Bienen isst, die noch zur Hälfte Larven sind. Klingt auf jeden Fall schonmal vielversprechend.

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