iTunes Top 25

Wo ich es gerade mal wieder sehe: iTunes ist schon lustig. Es zählt ja, welche Lieder ich wie oft abgespielt habe und generiert daraus eine Top 25. Wenn ich mir die so anschaue ist die eine Hälfte Zeug, von dem ich nicht weiß, wann ich das gehört haben soll, die andere Hälfte sind Sachen, die ich ein paar Tage exzessiv gehört habe und die dann ein wenig an Reiz verloren haben. Lieblingsbands sind hingegen gar nicht drin. Das kommt wohl davon, wenn man von denen immer ganz viel verschiedenes hört…

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Freude, Freude

Wo ich hier doch gerade mal wieder eingeloggt bin: etwas Freude. Das ist ja hier alles zu Gunsten meines Podcasts ein wenig eingeschlafen und ich schreibe meist nur noch, wenn mich Nachts irgendein Gedanke quält, der raus muss, weil ich sonst nicht schlafen kann. Was dann wohl in letzter Zeit erfreulich (?) selten war. Schauen wir also mal ein wenig, was da in den letzten Monaten so passierte:
Nachdem unsere Stammlaberbacke JL nach Japan reiste dachte ich schon, wir bekämen Probleme ausreichend Inhalt bieten zu können. Welch dummer Gedanke. Während er selber mehr oder weniger regelmäßig aus Japan resümiert und uns erzählt, was er aufregendes erlebt, machen wir hier normal weiter. Das würde eigentlich schon reichen, aber man kann ja Gäste einladen. Manche muss man 3x fragen, damit sie nochmal kommen (weil so viel zu tun ist, nicht weil sie keine Lust haben), manche laden sich selbst wieder ein. So wurde aus einem einmaligen Versuch mit Norman plötzlich ein Dauergast, den das Publikum doch zu mögen scheint. Und so folgt nun eine elfteilige Serie, mit reichlich Gemecker über die Lehrinhalte an unserer Uni. Der erste Teil ist schon aufgenommen und geht gerade mal 2 1/2 Stunden. Ist ja alles noch im Rahmen… Letztes Jahr waren dann noch einige andere Podcaster zu Gast und brachten viel Freude. Wir machten beim Podwichteln mit (jeder, der es nicht kennt, möge es hier nachholen), was dazu führte, dass wir gebeten wurden demnächst noch bei einem ähnlichen Projekt mitzumachen. Ein paar neue Hörer kamen auch dazu, es werden endlich mal Themenwünsche geäußert, wir bekamen mehr Kommentare und auch mal eine iTuneswertung. Das muss alles noch mehr werden, aber es sieht zumindest schon hübscher aus. Gestern schaute ich mal wieder in den iTunes-Store und sah ganz oben in der Hitparade (man sollte das Wort viel öfter benutzen!) ein neuer Filmpodcast mit zwei Episoden, der dann schon 28 Reviews hatte. Da wurden dann ganz groß die Themen angepriesen… Aber gut, wollen wir lieber nicht neidisch wirken. Ich habe es noch nicht gehört und das Lob ist sicherlich angebracht. Wir erkämpfen uns, mit unserer eierlegenden Wollmilchsau, weiter jeden Hörer einzeln und haben Spaß. Aber Stichwort Filmpodcasts: Wenn alles gut geht, haben wir da ja auch bald mal wieder Besuch. Das wird bestimmt auch toll. Ein anderer zukünftiger Gast lud sich ebenfalls selber ein und weil sowohl er, als auch ich bei einem anderen Podcast waren (in unterschiedlichen Sendungen) und er mal wieder irgendwo reden wollte… Sind wir mal gespannt. Die letzten Monate waren jedenfalls furchtbar produktiv und aufregend und genau so geht es hoffentlich weiter. Auch wenn dann dieser Blog hier weiter leiden muss…

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Deadpool

Neulich war ich mal wieder im Kino. Nach der ganzen Aufregung war ich ja doch ein wenig auf Deadpool gespannt. Und an sich war der auch erstmal recht nett. Doch umso mehr man drüber nachdenkt, desto mehr ist irgendwie falsch an dem Film.
Ich meine, anfangs werden schön alle Klischees, die später bedient werden, aufgezählt. Total ironisch und clever. Nur was bring es, wenn genau diese Elemente später komplett ernstgenommen werden? Man veralbert die CGI-Figur und später soll ich bei der tollen Action, in der diese vorkommt, mitfiebern. Deadpool selber schreit mir den gesamten Film über ins Gesicht, dass es ein Film ist. Warum macht er sich dann Sorgen, seine Liebste könnte ihn wegen seinen „hübschen“ Gesichts nicht mehr mögen? Warum sagt er sich nicht „Hey, es ist ein Film! Am Ende bekommt der Held immer das Mädchen, egal wie kacke er aussieht!“? Warum hält man sich so wehement an der generischen Handlung fest, anstatt genau die zu veralbern? Warum erklärt nicht z.B. Deadpool seinem Gegenspieler, wie man nicht genregemäß als Bösewicht zuverhalten hat, damit man auf keinen Fall Gefahr läuft innovativ zu werden? Was bringt mir die Popkulturreferenz, wenn sie nur genannt wird und man keinen Witz draus macht? Ist aktuelle der Humor tatsächlich so rückständig, dass es reicht etwas aufzuzählen, damit der Zuschauer sich denkt „Ha! Das kenne ich auch! Voll witzig!“?  Warum fragt Deadpool, ob er nun zu Patrick Steward oder James McAvoi gebracht wird? Wäre es nicht viel witziger gewesen, wenn sie ihn zu Professor X gebracht hätten und einfach beide kurz dumm in die Kamera glotzen? Wieso will man das Genre pardoieren, wenn man nicht den Mut hat, humortechnisch mit den Parodien der 80er und 90er mitzuhalten? So liefen Humor und Handlung irgendwie unabhängig voneinander ab. Aber die ernst gemeinte Handlung musste wohl sein, weil der ganze Film ja so furchtbar gewagt war. Die Fans haben ja nur seit Jahren erklärt, wie sie den Film haben wollen und beim aktuellen Superheldenhype war es garantiert kein großes Risiko, den Film zu machen. Aber ja, der ist ja so furchtbar brutal und es gibt so expliziten Sex… gerade in Deutschland waren ja alle erstaunt, wie der nur eine 16er-Freigabe bekommen konnte. Also ich weiß ja nicht. Irgendwie gab es in den letzten Jahren genug Filme, mit expliziterer Gewalt (und nackte Menschen sind ja bei uns sowieso kein Problem), die sich außerdem noch ernst genommen haben. Wenn mir ständig erklärt wird, dass ich einen Film schaue, können sie von mir aus Leute zerhacken, wie sie wollen. Fehlte eigentlich nur eine Szene, in der die Schauspieler aufstehen und heim gehen. Und was heißt denn schon ein R-Rating in den USA? Bei Filmstarts.de gab es neulich eine Übersicht, über die 25 erfolgreichsten Filme, mit der Einstufung. Alles ganz große Dinger, 170 Millionen Dollar aufwärts. Da war es bestimmt schrecklich ungewiss, dass Deadpool seine 58 Millionen wieder einspielt…
Aber gut, die Welt führt sich lieber auf, wie der Typ, der im Kino neben mir saß, und schreit bei jeder Szene „WOOOOOOOOOOOOOOOWWWWWWWWW!!!“, als hätten sie noch nie eine so schöne CGI-Explosion gesehen. Immerhin kommt eine Fortsetzung. Vielleicht trauen sie sich da mal wirklich was. Und das einzig wirklich schlimme ist ja, dass sich in Hollywood momentan tatsächlich sonst keiner sowas traut. Irgendwie schon traurig. Da ging früher mal mehr.

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Christliche Propagandafilme

Der Philosophiedozent zwingt den gesamten Kurs „Gott ist tot“ auf einen Zettel zu schreiben und zu unterschreiben. Ein tapferer Christ weigert sich, da droht der Dozent mit schlechten Noten und fordert ihn zum intellektuellen Duell. Der Student solle in 3×20 Minuten den Kurs von der Existenz Gottes überzeugen. Vor dem letzten Termin erfährt der Student, dass sein Dozent früher sehr gläbig war. Doch nachdem seine Mutter starb, wurde er zum fanatischen Atheisten, der nur noch Hass für Gott übrig hat. Doch da hat ihn der Student erwischt! Wie kann es Gott nicht geben, wenn der Dozent ihn doch hasst! Man kann niemanden hassen, den es nicht gibt! Der Kurs ist überzeugt. Nebenhandlung 1: Ein chinesischer Mitstudent bekam zuvor von seinem Vater die Anweisung, nur das zu tun, was sein Dozent will, doch nun denkt er selber und wird auch Christ. Nebenhandlung 2: Eine Bloggerin verurteilt einen Jagdwaffenhändler, weil er Geräte verkauft, mit denen Tiere getötet werden. Aber: er ist Christ, er ist cool. Sie bekommt Krebs. Nebenhandlung 3: Ein streng gläubiger Moslem findet heraus, dass seine Tochter heimliche Christin ist und wirft sie raus. Sie geht zu zwei Priestern, die ihr sagen, dass sie nun in guter Gesellschaft ist. Problem behoben, scheiß halt auf Familie. Zurück zum Philosophiedozenten: Er wurde von seiner Freundin verlassen, weil sie gläubig ist und er böse. Nun will er sie zurück. Er wird überfahren. Die Priester von vorhin sehen das und halten ihn vom sterben ab, bis er sich schließlich doch noch zum Glauben bekennt. Er ist tot, sie feiern.

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Erwartungshaltung

Neulich las ich ein Interview mit dem guten Tom Mes, in dem er u.a. zu der Situtation des japanischen Kino, auch im globalen Rahmen, sieht. Er sagte, man müsse japansiche Filme im Westen nicht als explizit japanisch vermarkten, sondern zuerst als Filme. Denn, wenn man immer nur die Nischen und Klischees bedient, komme man aus genau denen nicht raus. Prinzipiell möchte ich ihm da zustimmen, doch höre ich dann auch immer wieder diese Leute… Man soll es primär als Film vermarkten, aber Film heißt doch für die allermeisten: Hollywood. Jeder Film muss aussehen, schmecken und riechen wie Hollywood. Hat man ein anderen Verständnis von Schauspielerei: Blöd! Hält sich die Geschichte nicht an die gewohnte Dramaturgie: Blöd! Die Effekte sind nicht perfekt: Blöd! Das Budget war nur zehn Millionen Dollar und nicht 200? Blöd! Anders ist immer super, nur sollte es bitte nicht zu anders sein. Eine freundliche, aber völlig belanglose, französische Komödie geht gerade noch. Die hat wenigstens ein anständiges Happy End und überrascht auch sonst nicht. Aber man kann sich sein „Ich schaue nicht nur Hollywoodschrott!“-Label anheften. Wieder mal anders sein, ohne aus der eigenen Komfortzone kommen zu müssen. Lieber nochmal Fack ju Göhte 2 abfeiern, weil der mit Waterboardingwitzen so wahnsinnig politisch unkorrekt ist. Sowas hat die Welt noch nicht gesehen. Und dann regt man sich auf, wenn bei Charlie Hebdo geschmacklose Witze über tote Flüchtlinge kommen. Also wenn Fack ju Göhte und Til Schweiger das größte sind, was wir haben, hätten wir ausländische Filme generell umso nötiger. Oder sollten anfangen, die guten deutschen Filme, die es ja zu geben scheint, entsprechend größer unter die Leute zu bringen. Aber bloß nichts versuchen. Bloß nichts langwierig aufbauen. Lieber schnell, schnell noch ein paar Euro mit irgendwelchem Müll einsacken. Aber zurück zu Tom. Das Interview ist schon ein paar Jahre alt und ich bin mir nicht sicher, ob sich seit dem viel getan hat. Aber generell befürchte ich, muss man den Leuten noch ein paar Jahre erklären, dass Hollywood nicht das Maß aller Dinge ist und es völlig egal ist, woher ein Film kommt und ob ich die Schauspieler kenne. Aber gut sein interessiert ja nicht. Hauptsasche man bekommt, was man erwartet.

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Spaß

Dennoch ist so ein Drehbuch ein großer Spaß. Immer weiter und weiter, bis was gutes bei rauskommt. Man versucht ja doch des öfteren zu schreiben (zumindest munkelt man, dass es angeblich nicht nur mir so geht),  meistens landet das aber doch nur in der Tonne (wo es in häufig auch hingehört). Aber wenn man sich einmal durch den ersten Entwurf gekämpft hat und das grobe Gerüst steht, dann macht es Freude. Überarbeiten und verbessern, bis das Hirn nicht mehr kann. Hoffentlich werde ich eines Tages fertig und feile nicht weiter, bis ich tot bin.

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Schlechter Einfluss

Steht in meinem Drehbuchentwurf an einer Stelle  sinngemäß: „Muss länger/ausführlicher und dramatischer werden.“ Nun ist die Stelle voll Kindesmisshandlung und Inzest. Verdammt sollst du sein, Sion Sono!

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